Bienfait – Unterstützung für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen in Ruandas ländlichen Gebieten.


Das Schicksal des kleinen Jungen mit dem schönen Namen „Bienfait“ aus Kigali in Ruanda war der Auslöser für dieses Projekt und auch Namensgeber für den Hilfsfonds.
Bienfait ist im Alter von 9 Monaten Waise geworden, eine Pflegefamilie kümmert sich nun liebevoll um ihn und seinen 3 Jahre alten Bruder. Als Bienfait zu seiner neuen Familie kam, war er mangelernährt und hatte eine nicht diagnostizierte Behinderung und keine Krankenversicherung.


Eines der größten Probleme von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in den ländlichen Gebieten ist die mangelnde Mobilität. Nicht nur, dass dadurch die Teilhabe an Bildung und Gesellschaft eingeschränkt ist – es fängt schon damit an, dass Menschen mit Einschränkungen und besonderen Bedürfnissen einen schwierigeren Zugang zu Diagnose und Hilfsangeboten (Rollstühle, Therapie etc.) haben.

Karongi Distrikt


Ihre Behinderung – vor allem in den ländlichen Gebieten – schränkt sie auch ein,  Angebote im Gesundheitsbereich wahrzunehmen. Dabei ist eine Betreuung für diese Menschen noch wichtiger. Viele von ihnen haben keine Krankenversicherung und auch keine Diagnose über ihr Krankheitsbild oder ihre Behinderung.
Aufgrund ihrer körperlichen Einschränkung und der mangelnden Infrastruktur ist es schwer bis unmöglich Krankenhäuser und andere spezialisierte Einrichtungen zu besuchen.

Daher macht sich unser mobiles Team auf den Weg und besucht die Kinder in ihren Dörfern.

Nach vielen Gesprächen mit betroffenen Familien, Organisationen und Verbänden vor Ort haben wir zusammen mit unserem Projektpartner das „Bienfait“ Projekt gegründet.

Die Teilhabe am Leben, Zugang zum Gesundheitssystem und Bildungsangeboten für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen im Distrikt Karongi ist das Oberziel.
Zugleich stärken wir nachhaltig das Gesundheitssystem in den ländlichen Gebieten und unterstützen lokale Gesundheitsstrukturen und Ansätze zu Gesundheitsförderung und Krankheitsvorbeugung.  Durch Aufklärung und Steigerung der Akzeptanz sollen soziale Barrieren in der näheren Umgebung abgebaut werden. 

Unsere Projekt ist darauf ausgerichtet langfristig durch Teilhabe und Mobilität Kindern mit Behinderungen eine Schulbildung oder eine Anstellung zu ermöglichen.
Durch gezielte Maßnahmen des Empowerment, d. h. durch Befähigung und Kapazitätsaufbau, sollen sie in die Lage versetzt werden, ihr Leben so gut es geht in die eigenen Hände zu nehmen und ihre Interessen selbst zu vertreten. 

Mit diesem Projekt setzen wir mehrere der 17 Ziele der nachhaltigen Entwicklung der Vereinten Nationen um:

Schon vor Beginn der Covid-19 Pandemie stand die Versorgung von Kindern mit Behinderungen gerade in den ländlichen Gebieten nicht unbedingt an erster Stelle.
Die Pandemie hat zusätzliche Anforderungen an das Gesundheitspersonal und die Gesundheitseinrichtungen mit sich gebracht und Fachpersonal gebunden.
Durch die monatelangen Schulschließungen fehlt Kindern mit Behinderungen der Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wie Essensprogrammen, Zugang zu Hilfspersonal, Wasser-, Sanitär- und Hygieneprogrammen. Da die ohnehin kaum verfügbaren öffentlichen Verkehrssysteme aufgrund von COVID-19 ihre Dienste reduzieren oder einstellen, können Kinder mit Behinderungen, die auf diesen Transport angewiesen sind, Gesundheitseinrichtungen nicht erreichen, selbst wenn es um grundlegende Notwendigkeiten oder wichtige medizinische Termine geht.
Menschen mit Behinderungen werden derzeit stark vernachlässigt.


Mit unseren mobilen Teams möchten wir die Kinder dort erreichen, wo sie leben. Mit unserem Projekt stärken wir nachhaltig das Gesundheitspersonal, das lokale Gesundheitssystem und verbessern die Qualität und Erreichbarkeit von Gesundheitsdiensten. Dabei haben wir uns mit relevanten Akteuren vernetzt und ein innovatives Konzept mit wissenschaftlicher Begleitung entwickelt.

Nach Schätzungen der Weltbank leben weltweit 80 Prozent aller Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern. Nur etwa ein bis zwei Prozent haben Zugang zu medizinischen Rehabilitationsmaßnahmen.


Um die Projektkosten (Material, Medikamente, Gehälter für Ärzt:Innen, Infrastruktur, Transport, Unterbringung, Versicherung und nachhaltige Projektbetreuung) decken zu können, sind wir auf Spenden angewiesen.

Deine Spende ist enorm wichtig – ohne sie könnten wir unsere Projekte nicht realisieren!

Spenden für dieses Projekt bitte mit dem Verwendungszweck „Bienfait“ angeben.

Bienfait
Bienfait

Hier gehts zu unserer Online-Veranstaltung am 26.03.2021 zugunsten des Bienfait Hilfsfonds

Little Steps.
Big Impact.

Angefangen mit nur 5 € für eine Krankenversicherung könnt Ihr schon einen Unterschied machen! Im Folgenden findet Ihr Beispiele, mit welcher Spendensumme schon konkrete Hilfe möglich ist.

5 €

Krankenversicherung

Schon ab 5 € könnt Ihr ein Kind für ein Jahr die Krankenversicherung und somit Zugang zum Gesundheitssystem ermöglichen.

80 €

Physiotherapie

Für 2 Monate Behandlung eines Kindes um die Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu erhalten und die Selbständigkeit im Alltag zu fördern.

500 €

Diagnoseteam

Unterstütze unser mobiles Diagnoseteam, um die Kinder in ihren Dörfern, in ihrem Zuhause zu erreichen.
Die Diagnose hilft ihnen und ihrer Familie eine mögliche Behinderung zu erkennen, zu verstehen und eventuelle Therapien oder Hilfsangebote in Anspruch zu nehmen. Die Diagnose, Beratung, der Behandlungsplan und die Nachsorge ist die Grundlage einer gestärkten Kindergesundheit in Ruanda.

50€

Gehhilfen


Für die Kinder, die etwas Unterstützung beim Laufen benötigen.

60 €

Labor & Co.

Blutentnahme, Teststreifen, Einmalhandschuhe und zig andere Materialien verursachen jeden Monat laufende Kosten. Mit 60€ im Monat kommen wir schon sehr weit!

400 €

Rollstuhl


Ein Rollstuhl bedeutet Freiheit und Teilhabe am Leben. Ein Rollstuhl kann die Teilnahme an Bildungseinrichtungen und der Gesellschaft ermöglichen – die Mobilität eines Kindes wird effektiv erweitert.

800 €

Prothese

Mehr Mobilität, Stabilität und Entlastung durch medizinische Hilfsmittel wie Prothesen und Orthesen.
Zugleich werden Folgeerkrankungen durch z.B. Haltungsschäden vorgebeugt. Natürlich ist eine individuelle
Anpassung und eine intensive Nachsorge nötig.

Unsere Taskforce

Das Hauptanliegen unseres gemeinnützig und eingetragenen Verein 1000 Hügel aus Ostbevern ist es, die Bildung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen im derzeitigen Schwerpunktland Ruanda zu fördern.

Die „Taskforce Bienfait“ in Deutschland besteht derzeit aus 6 Personen mit Erfahrungen in der Entwicklungszusammenarbeit. Die meisten Personen kennen die Region aus ihren Besuchen und Freiwilligendiensten vor Ort, u.a. in einer Einrichtung für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen, sowie die Unterstützung durch andere Hilfsprojekte insbesondere durch den Verein 1000 Hügel. Dadurch sind die Gegebenheiten und der daraus resultierende Bedarf sehr gut bekannt. Durch die Berufsgruppen der Projektteilnehmerinnen (angehende Ärztin, Physiotherapeutin, Lehrerinnen, Sonderpädagoginnen) bringt die Projektgruppe ein nötiges Know-How im Umgang mit Menschen mit Behinderung und ihren Bedürfnissen aus medizinischer, therapeutischer und pädagogischer Sicht mit sich.
Wir arbeiten ehrenamtlich und ohne wirtschaftliches Interesse an der Tätigkeit.

Unsere Partner in Ruanda

Bei solch einem umfassenden Projekt arbeiten wir mit einem großen Netzwerk.
Neben unserem direkten Projektpartner RD-Rwanda sind es auch Verbände von Behindertenorganisationen, die lokalen Behörden, die lokalen Gesundheitsanbieter und natürlich die Community Health Worker mit denen wir eng zusammenarbeiten.

Zeit für Ziegen!

Die Vorfahren der Batwa / Twa (auch Pygmäen genannt) lebten Tausende von Jahren des traditionellen Lebens in Wäldern im ostafrikanischen Ruanda, Uganda und im Kongo. Sie zählen mit einer mindestens 4000 Jahre alten Geschichte zu den Ureinwohnern dieser Region.

In den späten 1980er und 1990er Jahren wurden Nationalparks gegründet um die Berggorillas zu schützen und alle verbliebenen Batwa aus den Wäldern vertrieben.

Mit dem Verlassen der Wälder hat sich das Leben der Batwa-Pygmäen für immer verändert.
Die Batwa wurden ohne Entschädigung aus den Parks vertrieben und haben ihren Lebensraum, ihre Heimat und ihre Wurzeln verloren.  Armut, Drogen- und Alkoholmissbrauch, Mangel an Bildung, HIV und geschlechtsspezifische Gewalt und Diskriminierung bestimmen ihren Alltag. Sie führen ein Leben in absoluter Armut und werden aufgrund ihrer Herkunft und ihrer geringen Körpergröße stigmatisiert. 

Im Alltag ist die Diskriminierung deutlich spürbar: es gibt keine Arbeit für Erwachsene, oft wird den Kindern der Zugang zur Schulbildung verweigert, sie leben vom Betteln und es gibt keine Gesundheitsversorgung. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 37 Jahren und nur jedes 3. Kind überlebt seinen 5. Geburtstag.

Ziegen können helfen!
Eine Ziege bewirkt ein selbstständiges Einkommen und damit Zugang zum Bildungs- und Gesundheitssystem. Die Familien der Batwa sind nicht mehr auf Almosen und Betteleien angewiesen und können ihr eigenes Einkommen erwirtschaften. Sie sind dadurch in der Gesellschaft integrierter und ihre Lebensweise ändert sich langfristig.

Die Lebensbedingungen für Ziegen sind gut in Uganda. Sie finden Gras oder anderes Futter auf den Feldern oder Wegen. Es besteht keine Notwendigkeit, sie mit Getreide oder anderen Pflanzen zu füttern, die auch den Menschen als Lebensmittel dienen. Sie geben Milch, Fleisch und Dünger und die Kosten sind gering. Neben weiblichen Ziegen werden zur Zucht auch Ziegenböcke angeschafft. Die jungen Zicklein werden an weitere Kinder verteilt.

Unser Projektpartner hat dieses Ziegenprogramm für die Batwa in Kabale in Westen Ugandas vor einigen Jahren aufgebaut und begleitet es ehrenamtlich mit großem Engagement. Dieses Projekt umfasst auch die fachliche Unterstützung zur Haltung der Tiere und sehr regelmäßige Besuche.

Eine Ziege kostet 55,-€ und verändert grundlegend das Leben eines Kindes. Es bekommt die Chance auf ein eigenes Einkommen – eine Chance auf ein selbstständigeres Leben.

Diese Ziege hilft nicht nur einem Kind, sondern auch seiner Familie und der ganzen Community in Kabale, Uganda.

Werde Ziegenfan! Mit einer Spende in jeder Höhe können Sie für diese Kinder Gutes bewirken.

Bitte geben Sie den Verwendungszweck „Ziege“ ein und teilen Sie uns Ihre Adresse mit, damit wir Ihnen eine Spendenquittung zukommen lassen können.
Seit 2021 gilt der vereinfachte Spendennachweis bei Geldspenden bis 300,- €. Als Nachweis reicht eine Buchungsbestätigung, z.B. der Kontoauszug.


Eine Ziege, die Deinen Namen trägt… Die Ziege als sinnvolles Geschenk mit Herz!

Möchten Sie eine Ziege verschenken überweisen Sie bitte pro Ziege 55€ und füllen bitte hier das Formular aus. Sie bekommen eine Urkunde zum selber Ausdrucken oder eine Geschenkbox (zzgl. 6€).
Die Urkunde verschenken Sie und die tatsächliche Ziege geht an ein Kind in Uganda.
Der Ziege können Sie jeden Namen geben, z.B. den Namen des Beschenkten – oder einen Kosenamen, ganz nach Belieben.
Die Urkunden kommen per Mail von info@1000huegel.de

Bitte geben Sie für die Urkunde an, wer die Ziege verschenkt und für wen die Ziege ist und welchen Namen sie tragen soll.


Auch nach Weihnachten können selbstverständlich noch Ziegen gespendet werden. Die erste Verteilung der Ziegen hat bereits am 24.12.2020 stattgefunden. Die zweite Verteilung war am 16.01.2021. Auf unserem Blog können Sie diese und unsere anderen Projektmaßnahmen verfolgen.

„Mama Courage“

Komplikationen während der Schwangerschaft und der Geburt ist eine der häufigsten Todesursachen bei heranwachsenden Mädchen.
In Ruanda werden jedes Jahr 17.000 junge Mädchen im Alter von 11 bis 18 Jahren schwanger. Die Gründe dafür sind vielfältig, jedoch spielt Armut und mangelnde Bildung eine wesentliche Rolle. Die wenigsten Teenagermütter haben eine abgeschlossene Schulausbildung und damit in der Regel keine Chance auf Arbeit oder einer Möglichkeit einen Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten. Dies hat neben der physischen und psychischen persönlichen schwierigen Situation der Mädchen auch langfristig negative Effekte für die Gesellschaft und die Wirtschaft des Landes.   
Wir möchten mit unserem lokalen Projektpartner, RD Rwanda,  jungen Teenagermüttern eine Ausbildung als Näherin ermöglichen, damit sie in Zukunft ihre Familie auf seriöse Weise versorgen können. Parallel wird es präventiv Aufklärungsarbeit in den Dörfern geben, um zukünftige Teenagerschwangerschaften zu verhindern und begleitend dazu sollen die jungen Mädchen in ihren Rechten gestärkt werden. 
Die Ausbildung dient vielen armen, benachteiligten Mädchen bei der Versorgung ihrer jungen Familien. Die Hilfe kommt direkt ihrer Bildung und damit ihrer selbstbestimmten Zukunft zugute und wirkt damit nachhaltig für Generationen. Die präventive Aufklärungskampagne dient auch der gesundheitlichen Förderung und dem Schutz vor frühen Schwangerschaften und den damit verbundenen Komplikationen.

Bei unserem geplanten Projekt „Mama Courage“ – Ausbildungszentren für Teenagermütter inklusive Aufklärungskampagnen, vereinen wir unsere Ziele Gesundheit und Bildung nachhaltig miteinander.
Sie können uns dabei unterstützen!

Eine Berufsausbildung zu einer Näherin kostet 1760€ – darin enthalten sind die Lehrergehalte, Raummieten, Kinderbetreuung inklusive Raum und Erzieherin, Materialkosten, Strom, Nähmaschinen zum Lernen und eine Nähmaschine für den Start in das eigene Business, Aufklärungsmaterial und Workshops zur Gesundheit und Aufklärung in den Dörfern.

Jeder Euro hilft!

Stand der Dinge Anfang 2021:
Das Projekt „Mama Courage“ kann Dank der Förderung zweier Stiftungen voraussichtlich im März 2021 mit den Bereichen „Prävention“ und „Empowerment „starten. Der Start ist abhängig vom Ende des Lockdowns und den Coronaschutzauflagen in Ruanda.

Prävention

Aufklärungskampagnen für etwa 6000 Jugendliche (Familienplanung/ Sexualaufklärung) Sensibilisierung der Elternhäuser, Unterstützung der Schulen im gesamten Bezirk.

Empowerment

Aufklärung hinsichtlich der Rechte der Mädchen, Förderung der Selbständigkeit und des Selbstbewusstseins der jungen Mütter, medizinische Unterstützung, Beratung und Therapie, Krankenversicherungen und Multiplikatorenausbildung für etwa 200 junge Mütter.

Werden Sie Pate!

Einigen Kindern ist ein Schulbesuch nicht möglich, oft liegt es dran, dass die Eltern das Schulgeld nicht aufbringen können. Besonders betroffen sind Mädchen und Waisen.
Verändern Sie das Leben eines Kindes grundlegend – werden Sie Pate!