1000 Hügel e.V.
Chancen schaffen. Teilhabe ermöglichen. Zukunft gestalten.
1000 Hügel e.V. – Der Verein für Bildung und Gesundheit in Ruanda
1000 Hügel e.V. unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in Ruanda durch Bildungs-, Gesundheits- und Inklusionsprogramme.
Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen schaffen wir Zugang zu Bildung, Rehabilitation und beruflicher Qualifizierung – insbesondere für Kinder mit Behinderungen, junge Mütter und benachteiligte Familien.
Jede Unterstützung trägt dazu bei, Barrieren abzubauen und Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.
Gesundheit & Inklusion
Bienfait bringt Rehabilitation, Hilfsmittelversorgung und grundlegende Gesundheitsdienste direkt in ländliche Regionen Ruandas, in denen spezialisierte Angebote nur schwer oder gar nicht erreichbar sind. Viele Familien leben weit entfernt von medizinischen Einrichtungen, und der Zugang zu physiotherapeutischer oder orthopädischer Versorgung ist stark eingeschränkt.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen. Durch mobile Einsätze in den Gemeinden werden Kinder frühzeitig identifiziert, medizinisch eingeschätzt und kontinuierlich begleitet. Die Versorgung umfasst unter anderem Physiotherapie, funktionelle Rehabilitation, die Anpassung und Bereitstellung von orthopädischen Hilfsmitteln sowie Beratung für Familien im Umgang mit der jeweiligen Behinderung im Alltag.
Darüber hinaus verfolgt Bienfait einen gemeindenahen Inklusionsansatz (Community Based Rehabilitation). Das bedeutet, dass nicht nur das Kind selbst unterstützt wird, sondern auch das direkte Umfeld: Eltern, Geschwister, Schulen und lokale Strukturen werden einbezogen. Ziel ist es, Barrieren abzubauen, Stigmatisierung zu reduzieren und langfristig gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.
Im Mittelpunkt steht nicht allein die medizinische Versorgung, sondern die Frage, wie Kinder mit Behinderungen aktiv am Leben in Familie, Schule und Gemeinschaft teilnehmen können.
Bildung
Bildungspatenschaften ermöglichen Kindern aus besonders benachteiligten Familien den regelmäßigen Schulbesuch und schaffen damit die Grundlage für langfristige Perspektiven.
In vielen Regionen Ruandas ist Bildung trotz bestehender Schulstrukturen nicht selbstverständlich. Neben Schulgebühren entstehen zusätzliche Kosten für Uniformen, Lernmaterialien, Prüfungen und teilweise auch Transport oder Verpflegung. Für Familien mit sehr geringem Einkommen sind diese Ausgaben häufig nicht tragbar.
Die Folgen sind weitreichend: Kinder brechen die Schule ab oder können gar nicht erst eingeschult werden. Besonders betroffen sind Mädchen, Waisen und Kinder mit Behinderungen, die zusätzlich mit sozialen und strukturellen Barrieren konfrontiert sind.
Bildungspatenschaften setzen genau hier an: Sie sichern den Zugang zur Schule, stabilisieren die Bildungslaufbahn und ermöglichen es Kindern, grundlegende Fähigkeiten zu entwickeln, ihr Potenzial zu entfalten und später eigenständig für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Bildung bedeutet dabei nicht nur Unterricht, sondern auch Schutz, Stabilität und Zukunftschancen.
Berufliche Qualifizierung
Mama Courage unterstützt junge Mütter beim Aufbau einer selbstbestimmten Zukunft, insbesondere jene, die aufgrund früher Schwangerschaften ihre Schulausbildung abbrechen mussten und dadurch nur eingeschränkte berufliche Perspektiven haben.
Das Programm bietet eine praxisorientierte Ausbildung im Bereich Schneiderei sowie ergänzende Qualifizierungen, beispielsweise im Bereich Advanced Housekeeping. Neben beruflichen Fähigkeiten erhalten die Teilnehmerinnen auch Alltagskompetenzen, unternehmerisches Grundwissen und persönliche Begleitung.
Ein wichtiger Bestandteil ist die Verbindung von Ausbildung und sozialer Unterstützung: Viele junge Mütter stehen vor der Herausforderung, gleichzeitig für ihr Kind zu sorgen und ein Einkommen zu sichern. Mama Courage schafft hierfür ein unterstützendes Umfeld, das Lernen, Betreuung und persönliche Entwicklung miteinander verbindet.
Ziel ist es, wirtschaftliche Unabhängigkeit zu ermöglichen, Selbstvertrauen zu stärken und langfristig stabile Lebensperspektiven für Mutter und Kind zu schaffen.
Wirkung in der Praxis
Unsere Arbeit verändert konkrete Lebensrealitäten.
Claude ist 13 Jahre alt und lebt mit Cerebralparese in extremer Armut. Durch einen Rollstuhl, regelmäßige Physiotherapie und Familienberatung konnte seine Mobilität verbessert und seine Teilhabe im Alltag gestärkt werden. Für seine betreuende Angehörige bedeutet die Unterstützung vor allem Entlastung, Orientierung und Zugang zu dringend benötigter Versorgung.
Shema ist 5 und konnte nach einer Fußoperation und intensiver Nachbetreuung erstmals wieder Perspektiven für Mobilität und Schulbesuch entwickeln. Zuvor waren die größten Hürden die extreme Abgelegenheit, fehlende Infrastruktur und die hohen Transportkosten zur medizinischen Versorgung.
Diese Beispiele stehen stellvertretend für viele Familien, bei denen Armut, fehlender Zugang zu Gesundheitsversorgung und lange Wege den Alltag bestimmen.
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Nachhaltigkeit und Wirkungsorientierung

Bei der Entwicklung und Umsetzung unserer Projekte orientieren wir uns an den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals). Nachhaltigkeit verstehen wir dabei als langfristig mit struktureller Wirkung: Projekte sollen nicht kurzfristig helfen, sondern dauerhaft Veränderungen ermöglichen.
Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen Kinder und Jugendliche, insbesondere besonders vulnerable Gruppen wie Kinder mit Behinderungen, Streetkids, Teenagermütter, Kinder mit HIV, Kinder der Batwa-Minderheit sowie Waisen. Unser Ansatz zielt darauf ab, bestehende Ungleichheiten nicht nur abzufedern, sondern Barrieren nachhaltig abzubauen und echte Teilhabe zu ermöglichen.
Ruanda gehört zu den kleinsten und zugleich am dichtesten besiedelten Ländern Ostafrikas. Trotz positiver Entwicklungen lebt ein großer Teil der Bevölkerung weiterhin in Armut. Dies hat direkte Auswirkungen auf den Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und sozialer Sicherheit. Kinder sind hiervon besonders betroffen, da fehlende Ressourcen oft zu Schulabbrüchen, mangelnder medizinischer Versorgung und langfristiger Ausgrenzung führen.
Unsere Arbeit ist daher konsequent wirkungsorientiert ausgerichtet. Das bedeutet: Wir messen nicht nur, welche Leistungen erbracht werden, sondern vor allem, welche Veränderungen tatsächlich im Leben der Menschen entstehen – etwa verbesserte Teilhabe, Schulbesuch, Selbstständigkeit oder gesundheitliche Entwicklung. Diese Wirkung überprüfen wir gemeinsam mit unseren lokalen Partnern regelmäßig durch Monitoring, Follow-ups und qualitative Rückmeldungen aus den Gemeinden.
Durch langjährige Zusammenarbeit und persönliche Begegnungen ist Ruanda und insbesondere die nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen zu einem zentralen Schwerpunkt unserer Arbeit geworden.

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Zusammen können wir viel erreichen
Transparenz ist uns sehr wichtig, daher haben wir uns der Intitiative Transparente Zivilgesellschaft angeschlossen.




