Unsere Arbeit soll nicht nur Aktivitäten ermöglichen – sie soll das Leben von Menschen nachhaltig verbessern.
Deshalb messen wir regelmäßig die Ergebnisse unserer Programme und überprüfen gemeinsam mit unseren Partnern, ob die angestrebten Veränderungen tatsächlich erreicht werden.
Wirkung bedeutet für uns
Wirkung ist nicht die Anzahl der Behandlungen. Für uns bedeutet Wirkung mehr als die Anzahl verteilter Hilfsmittel oder durchgeführter Trainings.
Wirkung entsteht dann, wenn Kinder eine Schule besuchen können, Familien selbstständiger werden, Menschen mit Behinderungen stärker am gesellschaftlichen Leben teilhaben oder junge Mütter ein eigenes Einkommen erwirtschaften.
Wirkung ist ein Kind, das zum ersten Mal zur Schule gehen kann, eine Mutter, die ihr Kind nicht mehr isoliert pflegen muss, eine Familie, die Zugang zu Versorgung bekommt und ein Leben, das wieder Teil der Gemeinschaft wird.
Deshalb erfassen wir nicht nur Leistungen, sondern auch die Veränderungen, die daraus entstehen.
Einblick in unsere Arbeit bei Bienfait:
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Wirkung bedeutet für uns nicht, wie viele Aktivitäten durchgeführt wurden, sondern welche Veränderung tatsächlich im Leben der Menschen entsteht.
Wir unterscheiden dabei zwischen:
- Outputs (z. B. Anzahl der Behandlungen oder Trainings)
- Outcomes (z. B. verbesserte Mobilität oder Schulbesuch)
- Impact (langfristige gesellschaftliche Teilhabe)
Unser Fokus liegt klar auf langfristiger Wirkung.
Unsere Wirkungsorientierung basiert auf einem strukturierten Monitoring-System:
- Ex-ante-Evaluationen vor Projektstart
- Bedarfsanalysen in den Gemeinden
- tägliche, wöchentliche und monatliche Berichte
- Follow-ups und Hausbesuche
- Fallverläufe einzelner Kinder und Familien
- regelmäßige Supervision der Teams
- Patienten- und Teilnehmerdaten
- Befragungen von Familien
- Schul- und Ausbildungsnachverfolgung
- intensives Projektmonitoring durch persönliche Präsenz vor Ort
Vor Projektbeginn führen wir intensive Feldrecherchen durch, um sicherzustellen, dass Programme auf reale Bedürfnisse reagieren.
Unsere Wirkung messen wir nicht ausschließlich an Aktivitäten, sondern an den tatsächlichen Veränderungen im Leben der Menschen.
Im Bereich Gesundheit und Inklusion zeigt sich Wirkung beispielsweise darin, ob ein Kind mit Behinderung durch ein Hilfsmittel wieder mobil wird und am Alltag oder Schulunterricht teilnehmen kann.
Im Rahmen des Social Fund wird Wirkung daran sichtbar, ob medizinische Versorgung tatsächlich zugänglich wird und Behandlungen begonnen und abgeschlossen werden können.
Im Bildungsbereich messen wir unter anderem, ob Kinder kontinuierlich im Schulsystem verbleiben und langfristig Abschlüsse erreichen.
Im Programm Mama Courage zeigt sich Wirkung darin, ob junge Mütter nach der Ausbildung ein eigenes Einkommen erzielen und ihre Lebenssituation stabilisieren können.
Unsere Wirkungsorientierung stützt sich nicht nur auf internationale Forschung, sondern auch auf eigene systematische Datenerhebungen und wissenschaftlich angelegte Evaluierungen im Projektkontext.
Vor dem Start neuer Programme führen wir umfassende Ex-ante-Evaluationen durch. Diese beinhalten Feldforschung, Bedarfserhebungen, qualitative Interviews mit Familien sowie die Analyse lokaler Versorgungsstrukturen. Dadurch stellen wir sicher, dass Projekte auf realen Bedürfnissen basieren und kontextgerecht entwickelt werden.
Darüber hinaus werden unsere Programme z. T. durch eigene wissenschaftsnahe Studien und Evaluationsansätze begleitet, die gemeinsam mit lokalen Teams und Fachkräften durchgeführt werden. Dazu gehören unter anderem:
- strukturierte Baseline-Erhebungen vor Projektbeginn
- Verlaufsanalysen einzelner Kinder- und Familienfälle
- standardisierte Follow-up-Erhebungen zur Entwicklung von Teilhabe, Mobilität und Schulbesuch
- qualitative Wirkungsstudien zur Lebensrealität der betroffenen Familien
- regelmäßige Datenauswertungen zur Programmanpassung (adaptive programming)
Diese Datengrundlagen ermöglichen es, Veränderungen nicht nur zu dokumentieren, sondern systematisch zu analysieren und mit den Projektmaßnahmen in Beziehung zu setzen.
Die Ergebnisse werden intern ausgewertet und fließen direkt in die Weiterentwicklung der Programme ein. Damit entsteht ein kontinuierlicher Lernprozess zwischen Praxis, Daten und Anpassung.
Internationale Forschung zeigt, dass Entwicklungsprojekte dann besonders wirksam sind, wenn sie:
- evidenzbasiert geplant werden
- kontinuierlich evaluiert werden
- lokal verankert sind
- flexibel angepasst werden können
Diese Erkenntnisse bilden die Grundlage unserer Arbeitsweise.
Unsere Vorsitzende ist regelmäßig und langfristig in Ruanda präsent und arbeitet eng mit lokalen Mitarbeitenden zusammen.
Durch kontinuierliche Besuche in den Outreach-Gebieten stellen wir sicher, dass Projekte nicht nur geplant, sondern tatsächlich wirksam umgesetzt werden.
Diese enge Begleitung ermöglicht schnelle Anpassungen, hohe Qualität und direkten Austausch mit den Familien.
Alle Projekte werden gemeinsam mit lokal registrierten Organisationen umgesetzt. Diese unterliegen in Ruanda staatlicher Aufsicht und werden durch nationale Behörden registriert, geprüft und regelmäßig kontrolliert.
Diese institutionelle Einbindung sorgt für:
- Transparenz
- rechtliche Sicherheit
- finanzielle Nachvollziehbarkeit
- Qualitätssicherung auf nationaler Ebene
Wir verpflichten uns zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Spendengeldern.
Projektmittel werden ausschließlich für die vorgesehenen Zwecke eingesetzt und regelmäßig dokumentiert. Durch kontinuierliches Monitoring und enge Zusammenarbeit mit unseren lokalen Partnern stellen wir sicher, dass Ressourcen dort ankommen, wo sie den größten Nutzen entfalten.
Jede Spende trägt dazu bei, konkrete Veränderungen im Leben von Menschen zu ermöglichen.
Wir möchten nicht nur unterstützen, sondern Strukturen verändern.
Jede Maßnahme ist darauf ausgerichtet, langfristige Selbstständigkeit, Teilhabe und Würde zu stärken – für Kinder, Jugendliche und Familien in Ruanda.
Jede Unterstützung trägt dazu bei, diesen Weg möglich zu machen.
Unser Ansatz
Unsere Arbeit verbindet drei zentrale Bereiche:
- Gesundheit & Inklusion (Bienfait)
- Bildung (Bildungspatenschaften)
- Berufliche Qualifizierung (Mama Courage)
- Armutsreduzierung
Alle Programme sind darauf ausgerichtet, nicht nur akute Bedürfnisse zu decken, sondern langfristige Selbstständigkeit, Teilhabe und Stabilität zu schaffen. Unsere Arbeit setzt genau hier an: Zugang zu Gesundheit durch mobile Teams, Abbau finanzieller Barrieren durch Social Fund und Unterstützungssysteme, Förderung von Bildung durch Patenschaften sowie eine langfristige wirtschaftliche Perspektiven durch Ausbildung.
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Gesundheit & Inklusion – Bienfait
Viele Kinder mit Behinderungen haben keinen Zugang zu notwendiger medizinischer Versorgung, Rehabilitation oder Hilfsmitteln. Spezialisierte Angebote befinden sich oft weit entfernt und sind für viele Familien nicht erreichbar.
Viele Kinder mit Behinderungen haben keinen Zugang zu notwendiger medizinischer Versorgung, Rehabilitation oder Hilfsmitteln. Spezialisierte Angebote befinden sich oft weit entfernt und sind für viele Familien nicht erreichbar.
Bienfait bringt deshalb Gesundheits- und Rehabilitationsdienste direkt in die Gemeinden.
Der Ansatz basiert auf Community Based Rehabilitation (CBR), einem von der Weltgesundheitsorganisation entwickelten Konzept, das medizinische Versorgung mit sozialer Teilhabe verbindet.
Unsere Arbeit umfasst:
- mobile Physiotherapie und Rehabilitation
- Versorgung mit orthopädischen Hilfsmitteln
- Beratung und Begleitung von Familien
- Unterstützung beim Zugang zu Bildung
- Sensibilisierung von Gemeinden zur Inklusion
Ziel ist nicht nur Behandlung, sondern echte gesellschaftliche Teilhabe von Kindern mit Behinderungen.
Im Rahmen von Bienfait erfassen wir unter anderem:
- Anzahl begleiteter Kinder und Jugendlicher
- Zugang zu Therapie und Rehabilitation
- Versorgung mit Hilfsmitteln
- Schulbesuch nach Interventionen
- Verbesserungen von Mobilität und Selbstständigkeit
- Teilhabe am Familien- und Gemeindeleben
Unser Ziel ist nicht allein die Behandlung einer Behinderung, sondern die Verbesserung von Lebensqualität und gesellschaftlicher Teilhabe.
Bildung – Patenschaften für Zukunft
Bildungspatenschaften ermöglichen Kindern aus besonders benachteiligten Familien den regelmäßigen Schulbesuch.
Neben Schulgebühren entstehen zusätzliche Kosten für Uniformen, Materialien, Prüfungen oder Transport. Für viele Familien stellen diese Ausgaben eine unüberwindbare Hürde dar.
Patenschaften sichern:
- kontinuierlichen Schulbesuch
- Zugang zu Lernmaterialien
- Stabilität im Bildungsweg
- langfristige Zukunftsperspektiven
Bildung bedeutet dabei mehr als Unterricht: Sie schafft Schutz, Orientierung und die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben.
Im Bereich Bildung messen wir:
- Anzahl unterstützter Schülerinnen und Schüler
- Schulbesuchsrate
- Verbleib im Bildungssystem
- Erfolgreiche Schulabschlüsse
- Übergänge in Ausbildung oder Beruf
Bildung eröffnet langfristige Perspektiven und reduziert das Risiko von Armut und sozialer Ausgrenzung.
Berufliche Qualifizierung – Mama Courage
Viele junge Mütter verlassen aufgrund früher Schwangerschaften die Schule und verlieren dadurch ihre beruflichen Perspektiven.
Mama Courage bietet diesen Frauen eine neue Chance durch praxisnahe Ausbildung und persönliche Begleitung.
Die Programme umfassen:
- Ausbildung im Bereich Schneiderei
- Qualifizierung im Bereich Advanced Housekeeping
- praktische Alltags- und Einkommenskompetenzen
- psychosoziale Unterstützung
Ziel ist wirtschaftliche Unabhängigkeit.
Gemeinsam mit Mama Courage begleiten wir junge Mütter auf ihrem Weg in die wirtschaftliche Selbstständigkeit.
Dabei erfassen wir unter anderem:
- Ausbildungsabschlüsse
- Übergänge in Beschäftigung
- Gründungen eigener Kleinstunternehmen
- Einkommensentwicklung
- Verbesserung der Lebenssituation von Mutter und Kind
Armutsreduzierung in der Praxis ist ein zentrales Ziel unserer Arbeit und zeigt sich in sehr konkreten Maßnahmen im Alltag der Familien.
Viele Familien in Ruanda leben unter extrem prekären Bedingungen. Armut bedeutet dabei nicht nur fehlendes Einkommen, sondern auch eingeschränkten Zugang zu Bildung, Gesundheit, Mobilität und sozialer Teilhabe. Unsere Programme setzen genau an diesen Schnittstellen an.
Im Rahmen von Bienfait unterstützen wir besonders vulnerable Familien unter anderem durch den Social Fund. Dieser ermöglicht in akuten Notlagen die Übernahme von Krankenversicherungen, medizinischen Kosten, Transport zu Gesundheitsdiensten oder notwendiger Versorgung im Einzelfall. Dadurch werden gesundheitliche Versorgung und Rehabilitation auch für Familien möglich, die sich diese sonst nicht leisten könnten.
Ein weiterer wichtiger Baustein sind Tierspenden in Form von Hilfsmitteln und Sachleistungen. Dazu gehören beispielsweise Rollstühle, Gehhilfen, orthopädische Anpassungen oder medizinisches Material. Diese Hilfsmittel reduzieren unmittelbare Barrieren und ermöglichen Kindern mit Behinderungen erstmals oder wieder den Zugang zu Schule, Familie und Gemeinschaft.
Auch unsere Bildungspatenschaften leisten einen direkten Beitrag zur Armutsreduzierung. Sie stellen sicher, dass Kinder trotz finanzieller Notlage regelmäßig zur Schule gehen können und nicht frühzeitig aus dem Bildungssystem herausfallen. Bildung wird damit zu einem langfristigen Schutzfaktor gegen Armut.
Im Programm Mama Courage wird Armutsreduzierung durch berufliche Qualifizierung umgesetzt. Junge Mütter erhalten eine Ausbildung sowie die Möglichkeit, ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften. Dadurch entsteht wirtschaftliche Unabhängigkeit und eine nachhaltige Verbesserung der Lebenssituation von Mutter und Kind.
Beispiele, Familien- und Gemeindeperspektiven:

Claude, 13 Jahre
Claude lebt bei Giselle, einer selbst verwaisten Frau, die ihn aus einem Waisenhaus aufgenommen hat. Beide haben keine weitere familiäre Unterstützung. Claude hat eine Cerebralparese. Er kann nicht stehen, nicht laufen und nicht sprechen.Ohne Unterstützung wäre sein Alltag vollständig auf das Haus beschränkt gewesen.
Vor dem Projekt
Giselle beschreibt ihre Situation als extreme Armut. Sie konnte sich weder regelmäßige Krankenhausbesuche noch die Krankenversicherung leisten. Selbst grundlegende Transportkosten waren ein Problem. Der Weg zur medizinischen Versorgung war kaum zu bewältigen. Oft musste sie Wasser holen, während der nächste Wasserpunkt weit entfernt lag – parallel zur Pflege eines vollständig abhängigen Kindes.
Intervention durch Bienfait
Versorgung mit einem Rollstuhl
regelmäßige physiotherapeutische Betreuung
Beratung für Giselle zur häuslichen Pflege
Teilnahme an Gruppenangeboten für Eltern
Durch den Rollstuhl wurde Mobilität erstmals möglich. Der Zugang zu Gesundheitsdiensten wurde erleichtert, da Transportbarrieren reduziert wurden.
Veränderung im Alltag
Giselle beschreibt, dass der größte Unterschied nicht nur körperlich ist, sondern sozial und emotional: Sie hat durch die Gruppenangebote erkannt, dass sie mit ihrer Situation nicht allein ist. Der Austausch mit anderen Eltern hat ihre Belastung reduziert und ihre Fähigkeit gestärkt, mit der Situation umzugehen. Die häusliche Betreuung hat sich verbessert, da sie gelernt hat, wie sie Claude im Alltag gezielter unterstützen kann.
Zentrale Barrieren:
– fehlende Krankenversicherung
– extreme Armut
– lange Wege zu Wasser- und Gesundheitsversorgung
– fehlender Transport
– fehlende Infrastruktur in der Region

Shema, 5 Jahre
Shema lebt bei seiner Großmutter und seinem Onkel. Sein Vater verließ die Familie direkt nach seiner Geburt, seine Mutter lebt inzwischen in Kigali mit einer neuen Familie. Shema wurde kurz vor dem Besuch wegen eines Klumpfußes operiert. Das mobile Team führte einen Follow-up-Besuch zur Kontrolle des Heilungsverlaufs durch.
Zugang zur Versorgung
Die Familie lebt in einer sehr abgelegenen Region. Der Zugang ist extrem schwierig:
1,5 Stunden Fahrt mit dem Fahrzeug
danach 2 Stunden Fußweg durch unwegsames, hügeliges Gelände
Für viele Familien ist dieser Weg ohne Unterstützung nicht bewältigbar.
Zentrale Barriere: Armut und Transport
Die Familie berichtet, dass das größte Hindernis nicht nur die medizinische Behandlung ist, sondern die Kosten und der Zugang dorthin.
keine Mittel für Transportkosten
fehlender Zugang zu spezialisierten Kliniken
weite Entfernung zur nächsten Gesundheitsstation
schlechte oder nicht vorhandene Straßen
Teilweise müssen Kinder über Stunden auf dem Rücken getragen werden, um medizinische Versorgung zu erreichen.
Wirkung der Intervention
Nach der Operation und der Betreuung durch das Programm:
– konnte Shema sich deutlich besser bewegen
– der Zugang zu Schule wurde wieder möglich
– Transportkosten zum medzinischen Behandlung wurden durch das Projekt übernommen
– die medizinische Versorgung wurde überhaupt erst realisierbar
– Die Familie beschreibt den größten Effekt darin, dass Behandlung überhaupt zugänglich wurde – nicht nur die medizinische Leistung selbst.






Vier Stunden bis zum Gesundheitszentrum
Für viele Familien in ländlichen Regionen Ruandas beginnt der Zugang zu Gesundheitsversorgung mit einem langen Fußweg.
Eine Mutter aus dem Projektgebiet berichtet, dass der Weg zum nächsten Gesundheitszentrum je nach Wetter und körperlicher Verfassung vier bis fünf Stunden dauert. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es nicht. Wer die Strecke nicht zu Fuß bewältigen kann, muss ein Motorradtaxi bezahlen – Kosten, die für viele Familien unerschwinglich sind.
Besonders schwierig ist die Situation für Familien mit Kindern mit Behinderungen. Viele Eltern tragen ihre Kinder über Stunden auf dem Rücken, um medizinische Versorgung zu erreichen.
Durch die mobilen Angebote von Bienfait werden Rehabilitation und Beratung direkt in die Gemeinden gebracht. Lange und kostspielige Wege können dadurch reduziert und notwendige Behandlungen regelmäßiger durchgeführt werden.
Wenn Armut über Gesundheit entscheidet
Viele Familien nennen nicht die Entfernung, sondern die Kosten als größte Barriere beim Zugang zu Gesundheitsversorgung.
Eine Mutter berichtet, dass sie die Krankenversicherung ihrer Familie nicht bezahlen kann. Zwar gibt es in ihrer Nähe einen privaten Gesundheitsposten, doch dort wird die staatliche Krankenversicherung nicht akzeptiert. Jede Behandlung muss vollständig aus eigener Tasche bezahlt werden.
Für Familien mit Kindern mit Behinderungen entsteht dadurch eine doppelte Belastung: Sie benötigen häufiger medizinische Leistungen, verfügen aber oft über geringere Einkommensmöglichkeiten, da ein Elternteil dauerhaft Pflegeaufgaben übernimmt.
Der Social Fund von Bienfait unterstützt besonders vulnerable Familien dabei, solche Hürden zu überwinden und notwendige Gesundheitsleistungen zugänglich zu machen.
Wenn Infrastruktur über Zukunft entscheidet
In einigen abgelegenen Regionen können schwangere Frauen das nächste Gesundheitszentrum nur nach mehreren Stunden Fußweg erreichen. Straßen fehlen häufig, und Krankenwagen können viele Dörfer nicht anfahren.
Kommt es während der Geburt zu Komplikationen, werden Frauen teilweise auf traditionellen Tragen über Stunden zum Gesundheitszentrum getragen.
Gesundheitsfachkräfte aus den Gemeinden berichten, dass verzögerte Geburten eine der häufigsten Ursachen für neurologische Schädigungen und Cerebralparese bei Kindern sind.
Diese Erfahrungen zeigen, dass Behinderung oft nicht isoliert betrachtet werden kann. Sie steht häufig in engem Zusammenhang mit Armut, mangelnder Infrastruktur und eingeschränktem Zugang zu Gesundheitsversorgung.
Deshalb verfolgt Bienfait einen ganzheitlichen Ansatz, der Rehabilitation, Gesundheitsversorgung, Aufklärung und Armutsreduzierung miteinander verbindet.
Was diese Geschichten zeigen
Diese Fälle stehen stellvertretend für viele Familien.
Die zentrale Barriere ist fast immer dieselbe: Armut kombiniert mit fehlendem Zugang zu Infrastruktur und Gesundheitsversorgung.
Daraus entstehen weitere Folgen: fehlender Schulbesuch, eingeschränkte Mobilität,soziale Isolation und dauerhafte Abhängigkeit.
Unterstützen Sie diese Veränderung
Mit Ihrer Unterstützung ermöglichen Sie medizinische Versorgung in abgelegenen Regionen, Hilfsmittel für Kinder mit Behinderungen, Bildung für Kinder in extremer Armut und die Ausbildung für junge Menschen.
Jede Unterstützung verändert konkrete Lebensrealitäten. Zur Spendenseite






